Die Jungen Liberalen Hochtaunus stehen dem Vorschlag der SPD Nordrhein-Westfahlen Nacktscanner in Fußballstadien einzuführen, um Pyrotechnik zu entdecken, äußerst skeptisch gegenüber.
„Sicherlich sind versteckt gezündete bengalische Feuer nicht ungefährlich. Allerdings kann es nicht die Lösung sein, dass die durchschnittlich 40 000 Zuschauer pro Bundesligapartie die Hüllen fallen lassen müssen!“, äußert sich Benedikt Kirstein, Vorsitzender der Hochtaunus JuLis.
Genauso wie die Jungen Liberalen einen Nacktscannereinsatz an deutschen Flughäfen ablehnen, sehen sie auch hier einen unnützen Schnellschuss einzelner Sicherheitspolitiker.
Selbst wenn Stadionbesucher nackt gescanned werden würden, fänden „Zünder“ Mittel und Wege, Pyrotechnik in die Stadien zu schmuggeln, sind sich die Jungen Liberalen sicher.
Die FDP Nachwuchsorganisation sieht die heutzutage immer wiederkehrenden Freiheitseinschränkungen zu Gunsten einer Scheinsicherheit mit großer Besorgnis, so stellt Kirstein zur Disposition: „Wie gläsern soll der Bundesbürger eigentlich noch werden? Nacktscanner an Flughäfen, Nacktscanner in Stadien, sollen bald auch noch Nacktscanner in Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Einrichtungen folgen?“, fragt Kirstein weiter und fordert abschließend einen intensiven Dialog mit den Fans und die Unterstützung von Fanprojekten, um Möglichkeiten zu entwickeln, Pyrotechnikunfälle in Stadien zu verhindern.
